Minifuchssender 80m mit C-MOS-Steuerung

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Der hier vorgestellte Sender ist hauptsächlich zu Trainingszwecken, Foxoring und Minifuchsjagden entwickelt worden. Er eignet sich nicht für Distriktfuchsjagden oder ähnliche Wettbewerbe. Vielmehr ist er dazu gedacht, Übungsfuchsjagden im überschaubaren Rahmen zu veranstalten. Auch für Abgleicharbeiten an vorhandenen Peilempfängern ist er sehr gut geeignet. Der Fuchsjagdsender erfüllt dazu folgende Kriterien:

  1. Schmales, sauberes Sendesignal

  2. Reichweite > 1km

  3. Kleines, leichtes Gerät (101x60x26mm)

  4. Preisgünstig durch handelsübliche Bauteile

  5. Einfacher Aufbau

  6. Dauerläufer, 20 verschiedene Kennungen einstellbar

  7. Stromversorgung durch 9V Batterie (ca. 20 Std. im Dauerbetrieb)

Hinweise:
Die Platine hat keine besonders empfindlichen Bauteile, die eine besondere Aufmerksamkeit erfordern. Die CMOS - IC's sollte man aber nicht unnötigen statischen Aufladungen aussetzen. Die Hinweise auf das Verbot von Lötfett und Lötwasser spare ich mir an dieser Stelle auch!
Aufbau:
Man bestückt man am Besten in der Reihenfolge Widerstände, Kondensatoren und Halbleiter - also die empfindlichsten Bauteile zum Schluß. Diese Vorgehensweise hat sich seit Jahren bewährt. Wer möchte, kann für die beiden IC's Präzisionsfassung spendieren. Die Fassungen kosten allerdings genausoviel wie die IC's. Man benötigt zum Bewickeln ungefähr 1.1m CuL Draht d0.3mm (d0.4mm). Zuerst wickelt man 30 Windungen auf den Kern und macht dann eine Schlaufe. Danach die anderen 15 Windungen gleichsinnig weiterwickeln. Anschließend (oder auch gleich) wird die Schlaufe verdrillt und ergibt so den Mittelanschluß der Spule. Man muß sehr eng wickeln, sonst bekommt man nicht alle Windungen auf den Kern. Nachdem die Platine fertig bestückt und abgeglichen ist, sollte man unbedingt den Ringkern mit etwas Klebstoff befestigen. Den CuL Draht muß man natürlich vor dem Einlöten verzinnen. Das geht am Besten, wenn man die Anschlußdrähte noch nicht gekürzt hat. Auf einige Dinge sollte man bei eigenen Bauteilen aus der Bastelkiste besonders achten:

  1. T1 (2N2222A/BC107B) sollte eine möglichst hohe Verstärkung haben

  2. R4 (3k) ist möglichst genau einzuhalten

  3. Das Gleiche gilt für C3 (22nF)

  4. Der Auskoppelkondensator C1 (750pF) darf nicht viel größer gewählt werden, da sonst der Oszillator zu stark belastet wird.

Abgleich
Bei richtigem Aufbau sollte der Sender nach dem Einschalten sofort starten. Die Stromaufnahme beträgt ungefähr 15mA. Zuerst verbindet man den Antennenanschluß und GND mit einem 1kW Widerstand. Mit dem Trimmer CT1 wird nun auf maximale Amplitude abgeglichen. Diejenigen, die kein Oszilloskop besitzen, nehmen einen Peil- oder Kurzwellenempfänger dazu.

Einstellen der Kennung
A 4 B 1 . E
A 2 B 2 .. I
A 6 B 1 ... S
A 5 B 1 .... H
A 3 B 1 ..... 5
A 1 B 1 ...... #
A 6 B 2 .- A
A 5 B 6 ..- U
A 3 B 5 ...- V
A 1 B 3 ....- 4
A 6 B 4 -. N
A 5 B 4 -.. D
A 3 B 4 -... B
A 1 B 4 -.... 6
A 5 B 2 .-. R
A 3 B 2 .-.. L
A 3 B 6 ..-. F
A 1 B 6 ..-.. #
A 1 B 2 ..-... #
A 1 B 5 ...-. #

Mechanischer Aufbau:
Wenn man sich an die angegebenen Maße auf der Gehäusezeichnung hält, kommt man fast ohne Verdrahtung aus. Es müssen dann nur noch die LED und die 9V Anschlußkabel angeschlossen werden. Die Buchsen und der Schalter können direkt an die Lötnägel angelöten werden.

Mf80 Layout

Einsatzmöglichkeiten Foxoring:
Beim Foxoring kommen eigentlich nur Peilbaken mit kontinuierlichem Signal zum Einsatz. Hierzu eignen sich die Minifüchse mit CMOS-Steuerung am Besten. Der eigentliche Wettbewerb besteht darin, sich mit Kompaß und Karte möglichst nah an die eingezeichneten Standorte der Peilbaken zu bringen. Die Sender dürfen zu diesem Zweck nur eine begrenzte Reichweite von ca. 50m haben.

Stückliste

R1  20k
R2  1.5M
R3  10k
R4  3k
R5  100

C1  n750
C2  10n
C3  1n5
C4  22n
C5  100n
C6  47µF
CT1 5-110pF
IC1  4001
IC2  4017
T1    2N2222A (BC107)
LED Low current 5mm
L1    Rk 16/8 (Material: F10b)
Q1   3.5..MHz

Schaltplan

Ringkern